Convit – Schweizer Vorsorge & Finanzberatung
    Vorsorge
    09. Oktober 2026
    12 Min. Lesezeit

    Säule 3a wechseln: Wann ein Wechsel sinnvoll ist, was er kostet und wie der Übertrag läuft

    Die Frage «Säule 3a wechseln – lohnt sich das?» wird häufig gesucht und bleibt dennoch oft unbeantwortet. Erfahren Sie, worauf es bei Kosten, Rückkaufswert, Fondsstrategie und Übertrag ankommt.

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    Geprüft und veröffentlicht von den Finanzexperten bei Convit Central GmbH

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    Beantworten Sie vier kurze Fragen und erhalten Sie eine erste Einordnung, ob ein Beratungsgespräch zu Ihrem Säule-3a-Wechsel sinnvoll sein kann.

    Frage 1 von 40%

    Welche Form hat Ihre heutige Säule 3a?

    Die Produktart bestimmt, welche Angaben beim Übertrag besonders wichtig sind.

    Säule 3a wechseln: Die Frage, die viele heute beschäftigt

    Die Search Console zeigt: Die Frage «Säule 3a wechseln – wann ist das sinnvoll?» wird bereits gesucht, aber noch zu selten angeklickt. Viele Erwerbstätige in der Schweiz möchten wissen, ob sie ihre bestehende Lösung behalten, übertragen oder neu ausrichten sollen. Gerade zwischen 35 und 60 Jahren können Laufzeit, Kostenstruktur, Anlagestrategie und Risikoschutz einen erheblichen Einfluss auf die spätere Altersvorsorge haben.

    Ein Wechsel ist jedoch kein automatischer Vorteil. Bei einer gebundenen Säule 3a kommt es darauf an, welche Form Ihre heutige Lösung hat: ein Bank-3a-Konto, ein 3a-Depot oder eine fondsgebundene 3a-Versicherung. Entscheidend sind zudem die Vertragsunterlagen, der aktuelle Wert und allfällige Bedingungen bei einer vorzeitigen Auflösung.

    Kurzantwort: Ein Wechsel kann sinnvoll sein, wenn Ihre heutige Lösung nicht mehr zu Ihrer Anlagestrategie, Ihrer Risikofähigkeit oder Ihrer Lebenssituation passt. Vor einer Entscheidung sollten Sie den aktuellen Wert, mögliche Kosten, die Laufzeit, den Versicherungsschutz und die geplante Anlagestrategie anhand Ihrer Unterlagen prüfen.

    Wenn Sie Ihre persönliche Situation einordnen lassen möchten, können Sie Ihre Zahlen über den Kontakt kostenlos und unverbindlich besprechen.

    Was bedeutet «Säule 3a wechseln» konkret?

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    Ein Wechsel bedeutet in der Regel, dass das Guthaben aus einer bestehenden gebundenen Vorsorgelösung direkt in eine andere zulässige Säule-3a-Lösung übertragen wird. Die Mittel bleiben dabei in der gebundenen Vorsorge und werden nicht frei verfügbar. Eine Auszahlung auf Ihr Privatkonto wäre grundsätzlich keine blosse Übertragung, sondern könnte steuerliche und vorsorgerechtliche Folgen haben.

    Bei einem Wechsel werden normalerweise mehrere Fragen getrennt betrachtet. Erstens: Welche Lösung besteht heute? Zweitens: Welcher Wert kann tatsächlich übertragen werden? Drittens: Welche neue Lösung passt zu Ihrem Zeithorizont, Ihrer Risikofähigkeit und Ihrem Vorsorgeziel? Viertens: Welche Leistungen wie Todesfallschutz oder eine Erwerbsunfähigkeitsrente sollen weiterhin bestehen?

    Bei einem Bank-3a-Konto oder -Depot steht meist das Vorsorgevermögen im Vordergrund. Bei einer fondsgebundenen 3a-Versicherung können zusätzlich Versicherungsschutz, Vertragslaufzeit, Prämiengestaltung und eine mögliche Kapitalgarantie relevant sein. Diese Produktarten erfüllen unterschiedliche Zwecke und sollten deshalb nicht nur anhand der erwarteten Wertentwicklung beurteilt werden.

    Wichtig: Fondsgebundene Lösungen unterliegen den Finanzmärkten. Wertentwicklungen und Renditen sind nicht garantiert. Auch eine sorgfältig ausgewählte Fondsstrategie kann zwischenzeitliche Verluste aufweisen.

    Wann kann ein Wechsel sinnvoll sein?

    Ein Wechsel kann geprüft werden, wenn sich Ihre Lebenssituation oder Ihre Ziele verändert haben. Vielleicht waren Sie bei Vertragsabschluss noch am Anfang Ihrer Erwerbstätigkeit und wollten vor allem flexibel sparen. Einige Jahre später kann der Schutz für Angehörige, eine Kapitalgarantie oder eine stärker auf langfristiges Wachstum ausgerichtete Strategie wichtiger sein.

    Auch eine deutliche Veränderung der Risikofähigkeit kann eine Überprüfung auslösen. Wer nur noch wenige Jahre bis zum Referenzalter hat, beurteilt Marktschwankungen möglicherweise anders als eine Person mit mehreren Jahrzehnten Anlagehorizont. Das bedeutet nicht, dass eine bestimmte Lösung automatisch richtig oder falsch ist. Es bedeutet, dass die ursprüngliche Wahl noch zur heutigen Situation passen sollte.

    Ein weiterer Anlass ist die Prämiengestaltung. Bei Prosperity 3a von Liechtenstein Life sind je nach gewählter Lösung Prämienerhöhungen, Prämienreduktionen und eine Prämienpause bis zu 24 Monate möglich. Ob diese Flexibilität für Sie relevant ist, hängt von Einkommen, Familienplanung und Liquiditätsreserve ab.

    Prüfen Sie ausserdem, ob Ihre gebundene Vorsorge auf mehrere Lösungen verteilt werden sollte. Eine Aufteilung kann bei der späteren Auszahlung und bei der Planung der Steuerbelastung eine Rolle spielen. Die konkrete Umsetzung hängt von den geltenden Regeln und Ihren individuellen Unterlagen ab.

    Prüfen Sie Ihre heutige Lösung: Notieren Sie den aktuellen Wert, die jährliche Einzahlung, das geplante Ende der Laufzeit, die gewählte Anlagestrategie und alle versicherten Leistungen. Erst diese Übersicht macht eine sachliche Einordnung möglich.

    Ihre Einzahlung in die Säule 3a ist 2026 bis zu CHF 7'258 pro Jahr steuerlich begünstigt, sofern Sie einer Pensionskasse angeschlossen sind. Ohne Pensionskasse können Sie 20 % des Nettoerwerbseinkommens, höchstens aber CHF 36'288, einzahlen.

    Wann sollte man vorsichtig sein?

    Vorsicht ist angebracht, wenn ein Wechsel nur wegen einer kurzfristigen Marktentwicklung erwogen wird. Fonds können an Wert gewinnen oder verlieren. Eine Momentaufnahme sagt wenig darüber aus, ob eine Strategie über den gesamten Anlagehorizont zu Ihnen passt.

    Besonders sorgfältig sollten Sie bei einer fondsgebundenen Versicherung vorgehen. Ein vorzeitiger Ausstieg kann vom Vertragswert, von der Laufzeit und den vertraglichen Bestimmungen abhängen. Der Rückkaufswert kann vom einbezahlten Betrag abweichen. Deshalb sollten Sie vor einer Kündigung die aktuelle Vertragsabrechnung und die Angaben zum möglichen Auszahlungswert verlangen.

    Auch ein Wechsel bei bestehendem Todesfallschutz oder einer Erwerbsunfähigkeitsrente verdient Aufmerksamkeit. Wird eine alte Lösung beendet, kann der bisherige Versicherungsschutz wegfallen. Eine neue Lösung kann zudem eine andere Ausgestaltung aufweisen. Eine Prüfung der konkreten Unterlagen ist deshalb wichtiger als ein pauschaler Entscheid.

    Wenn Ihr Einkommen schwankt oder grössere Ausgaben bevorstehen, sollte ausserdem die Liquidität berücksichtigt werden. Ein attraktiver Vorsorgeplan hilft wenig, wenn die laufenden Einzahlungen nicht dauerhaft tragbar sind. Bei einer Lösung mit Prämienpause kann die Flexibilität je nach Vertrag anders ausgestaltet sein.

    Lassen Sie Ihre Situation einordnen, bevor Sie einen Übertrag auslösen. Für eine belastbare Antwort fehlen ohne Unterlagen vor allem der aktuelle Wert, die Vertragsbedingungen, die Laufzeit und die konkrete Kostenregelung Ihrer heutigen Lösung.

    Haben Sie diese Angaben zur Hand, können Sie Ihre Fragen über den Kontakt besprechen. Ihre Zahlen einordnen lassen – kostenlos und unverbindlich.

    Bank-3a-Konto, 3a-Depot oder fondsgebundene Versicherung?

    Die folgende Übersicht stellt Produkttypen sachlich gegenüber. Sie ersetzt keine Prüfung Ihrer konkreten Vertragsunterlagen. Bank-3a-Konten und Bank-3a-Depots werden von Convit nicht vermittelt, können aber als Markttypen erklärt werden.

    ProdukttypTypischer SchwerpunktWichtige Prüfpunkte beim Wechsel
    Bank-3a-KontoGuthabenorientierte gebundene Vorsorge mit geringerem MarktrisikoZinsbedingungen, Flexibilität und langfristige Eignung für Ihr Vorsorgeziel
    Bank-3a-DepotAnlage in Fonds oder ETF-Strategien innerhalb der Säule 3aRisikoprofil, Fondsaufteilung, Schwankungen und mögliche Kosten
    Fondsgebundene 3a-VersicherungVorsorgevermögen kombiniert mit wählbaren VersicherungsleistungenLaufzeit, Rückkaufswert, Prämiengestaltung, Todesfallschutz und Erwerbsunfähigkeitsrente
    Prosperity 3aFondsgebundene Säule-3a-Vorsorge von Liechtenstein LifeGewählte Fonds, Lösungstyp, Kapitalgarantie, Schutzleistungen und Vertragsunterlagen

    Prosperity 3a bietet über 150 wählbare Fonds. Bis zu 10 Fonds können frei kombiniert werden; auch ETF-Strategien sind wählbar. Fondswechsel sind mehrmals jährlich gebührenfrei möglich. Je nach gewählter Lösung stehen klassische, gemischte oder zu 100 % fondsgebundene Varianten zur Verfügung.

    Bei Prosperity 3a können je nach Lösung Kapitalgarantien von 0 %, 50 %, 80 % oder 100 % gewählt werden. Eine Kapitalgarantie beeinflusst die Ausgestaltung der Lösung und sollte zusammen mit Anlagehorizont und Vorsorgeziel betrachtet werden. Eine Wertentwicklung der Fonds bleibt marktabhängig.

    Was kostet ein Wechsel der Säule 3a?

    Eine allgemeingültige Zahl lässt sich nicht nennen, weil die Kosten vom Produkttyp, Vertrag und Zeitpunkt abhängen. Bei einem Konto- oder Depotübertrag können andere Regeln gelten als bei der Auflösung einer fondsgebundenen Versicherung. Entscheidend ist, ob ein direkter Übertrag möglich ist und welcher Wert laut Vertragsunterlagen übertragen werden kann.

    Bei einer Versicherung sollten Sie insbesondere nach dem aktuellen Rückkaufswert, möglichen Abzügen, der Restlaufzeit und den Bedingungen bei Prämienreduktion oder Prämienpause fragen. Der Rückkaufswert ist nicht automatisch identisch mit der Summe aller einbezahlten Prämien. Auch die versicherten Leistungen können bei einer Anpassung oder Auflösung verändert werden.

    Bei einem Wechsel sollten Sie zudem die steuerliche Behandlung korrekt einordnen. Ein zulässiger Übertrag innerhalb der gebundenen Vorsorge ist grundsätzlich von einer Auszahlung zu unterscheiden. Die konkrete Abwicklung erfolgt über die beteiligten Vorsorgeeinrichtungen und sollte dokumentiert werden.

    Die Kostenfrage allein reicht nicht aus. Eine Lösung mit weniger offensichtlichen Vertragsbindungen kann beispielsweise andere Leistungen bieten. Umgekehrt kann ein zusätzlicher Versicherungsschutz für Ihre Familie wichtig sein. Vergleichen Sie daher nicht nur Zahlen, sondern die gesamte Funktion der Vorsorge.

    Tipp: Fordern Sie vor dem Entscheid eine schriftliche Übersicht an. Sie sollte mindestens den aktuellen Wert, den möglichen Übertragswert, die Vertragsdauer, die versicherten Leistungen und die Bedingungen bei einer Änderung enthalten.

    Wie läuft der Übertrag ab?

    Der erste Schritt ist die Bestandsaufnahme. Sammeln Sie Police oder Kontoauszug, aktuelle Wertmitteilung, Prämienübersicht und Angaben zur Laufzeit. Bei einer fondsgebundenen Lösung sollten auch die gewählten Fonds, die Kapitalgarantie und die versicherten Leistungen dokumentiert sein.

    Im zweiten Schritt wird geprüft, ob die gewünschte neue Lösung als gebundene Vorsorge geführt wird und ob die Übertragung direkt erfolgen kann. Das Geld sollte nicht unnötig auf einem Privatkonto zwischengelagert werden. Die beteiligten Stellen koordinieren die notwendigen Übertragsformulare.

    Im dritten Schritt wird die neue Lösung festgelegt. Bei Prosperity 3a können Fonds, Lösungstyp und gegebenenfalls Kapitalgarantie gewählt werden. Zudem lässt sich ein individueller Todesfallschutz bis zu 500 % der Prämiensumme wählen; eine Erwerbsunfähigkeitsrente ist optional möglich. Diese Elemente sollten zu Ihrer Familiensituation und Ihrem Vorsorgeziel passen.

    Im vierten Schritt wird der Übertrag schriftlich bestätigt. Bewahren Sie die Bestätigung der abgebenden und der übernehmenden Vorsorgeeinrichtung auf. Prüfen Sie anschliessend, ob der übertragene Betrag, die Fondsaufteilung und die laufende Prämie korrekt erfasst wurden.

    Ein Stellenwechsel betrifft dagegen in erster Linie die berufliche Vorsorge. Ihr Guthaben aus der Pensionskasse wird in diesem Fall als Freizügigkeitsleistung behandelt. Wenn Sie vermuten, dass früheres Pensionskassengeld fehlt, kann der 2.-Säule-Finder bei der Suche unterstützen. Bei einem Austritt ohne direkten Anschluss kann ein Freizügigkeitskonto relevant sein.

    Rechenbeispiel: Säule 3a wechseln und Beiträge einordnen

    Das folgende Beispiel zeigt den Rechenweg, nicht eine Empfehlung. Alle personenbezogenen Angaben sind Annahmen.

    • Annahme: Frau Keller ist 42 Jahre alt und lebt im Kanton Zürich.
    • Annahme: Ihr Nettoerwerbseinkommen beträgt CHF 90'000 pro Jahr.
    • Annahme: Sie ist einer Pensionskasse angeschlossen.
    • Annahme: Ihr heutiges 3a-Guthaben beträgt CHF 30'000.
    • Annahme: Sie möchte 2026 den maximalen 3a-Betrag einzahlen.
    RechenschrittBerechnungErgebnis in CHF
    Ausgangswert der heutigen LösungAnnahme: aktuelles 3a-GuthabenCHF 30'000
    Jährlicher Maximalbetrag 2026Gesetzlicher Höchstbetrag mit PensionskasseCHF 7'258
    Guthaben nach Einzahlung, ohne WertentwicklungCHF 30'000 + CHF 7'258CHF 37'258
    Monatlicher Sparbetrag bei gleichmässiger AufteilungCHF 7'258 geteilt durch 12 MonateRund CHF 605
    Verbleibender Betrag bis zum Maximalbetrag nach sechs MonatszahlungenCHF 7'258 minus CHF 3'630CHF 3'628

    Die monatliche Aufteilung von rund CHF 605 ist nur eine Annahme für das Beispiel. In der Praxis kann eine Einzahlung auch einmalig erfolgen. Das Beispiel enthält keine Rendite, keine Kosten und keine Steuerberechnung. Bei einer fondsgebundenen Lösung wäre die Wertentwicklung marktabhängig und nicht garantiert.

    Für die persönliche Altersvorsorge sollten zusätzlich AHV und Pensionskasse betrachtet werden. Die AHV-Maximalrente beträgt 2026 bei voller Beitragsdauer CHF 2'520 pro Monat, die Minimalrente CHF 1'260. Für Ehepaare gilt ein Plafond von CHF 3'780 pro Monat. Fehlende Beitragsjahre können die Rente kürzen; ein fehlendes Jahr reduziert sie rund um 2,3 %. Mit dem Rentenrechner können Sie Ihre erwarteten Einnahmen strukturiert erfassen.

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    AHV-Rente und Vorsorgelücke in einer Minute schätzen: Einkommen, Beitragsjahre und Pensionskassenrente eingeben.

    Für wen lohnt sich das?

    Eine vertiefte Prüfung kann sich besonders für Personen lohnen, deren Säule 3a seit mehreren Jahren unverändert läuft, obwohl sich Einkommen, Familienstand oder Anlagehorizont verändert haben. Auch wer mehrere Vorsorgelösungen besitzt und keinen aktuellen Überblick über Werte und Leistungen hat, sollte Ordnung schaffen.

    Relevant kann ein Wechsel zudem sein, wenn Sie eine fondsgebundene Lösung mit wählbaren Fonds, ETF-Strategien oder einer Kapitalgarantie prüfen möchten. Bei Prosperity 3a können bis zu 10 Fonds kombiniert werden. Ob eine solche Auswahl sinnvoll ist, hängt von Ihrer Risikofähigkeit und der verbleibenden Laufzeit ab.

    Für Familien kann der Todesfallschutz eine wichtige Frage sein. Prosperity 3a ermöglicht einen individuell wählbaren Todesfallschutz bis zu 500 % der Prämiensumme. Für Paare und Kinder bestehen mit Prosperity Duo beziehungsweise Prosperity Junior weitere Lösungen innerhalb der Produktwelt Prosperity World. Die passende Ausgestaltung hängt von Ihren persönlichen Zielen ab.

    Auch Selbstständige sollten ihre Situation regelmässig prüfen. Ohne Anschluss an eine Pensionskasse gilt für die Säule 3a eine andere Obergrenze: 20 % des Nettoerwerbseinkommens, höchstens CHF 36'288 im Jahr 2026. Das kann die Planung der Altersvorsorge wesentlich beeinflussen.

    3a-Nachzahlung und weitere Planungsthemen

    Seit 2025 können Beitragslücken ab dem Jahr 2025 während zehn Jahren nachgezahlt werden. Für jedes Jahr gilt höchstens der kleine Höchstbetrag. Voraussetzung ist ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen im Nachzahlungsjahr. Wer eine Lücke vermutet, sollte zuerst prüfen, ob die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

    Die Einzahlung in die Säule 3a reduziert das steuerbare Einkommen. Während der Laufzeit fällt auf die Erträge keine Verrechnungssteuer an. Die spätere Auszahlung wird separat besteuert. Für die konkrete Steuerplanung sind Kanton, Auszahlungszeitpunkt und weitere Kapitalleistungen relevant.

    Bei der Planung sollte auch die berufliche Vorsorge einbezogen werden. 2026 liegt die BVG-Eintrittsschwelle bei CHF 22'680, der Koordinationsabzug bei CHF 26'460 und der obere Grenzlohn bei CHF 90'720. Der koordinierte Lohn beträgt mindestens CHF 3'780 und höchstens CHF 64'260. Diese Werte zeigen, weshalb die Säule 3a nicht isoliert betrachtet werden sollte.

    Die Altersgutschriften im BVG betragen 7 % für das Alter von 25 bis 34 Jahren, 10 % von 35 bis 44, 15 % von 45 bis 54 und 18 % von 55 bis 65 auf dem koordinierten Lohn. Der Mindestzinssatz auf dem obligatorischen Altersguthaben beträgt 1,25 %. Für die Rentenplanung gilt im Obligatorium beim Referenzalter der Mindestumwandlungssatz von 6,8 %.

    Häufige Fehler

    Fehler 1: Nur auf die vergangene Rendite schauen. Historische Wertentwicklungen sind keine Garantie für die Zukunft. Prüfen Sie stattdessen Anlagehorizont, Risikofähigkeit und Fondsaufteilung.

    Fehler 2: Eine Versicherung vorschnell kündigen. Ohne aktuelle Angaben zum Rückkaufswert und Versicherungsschutz kann ein Entscheid zu früh kommen. Verlangen Sie zuerst eine schriftliche Vertragsübersicht.

    Fehler 3: Den Übertrag über das Privatkonto abwickeln. Eine Auszahlung und ein direkter Übertrag sind nicht dasselbe. Klären Sie den Prozess mit den beteiligten Vorsorgeeinrichtungen.

    Fehler 4: Die Pensionskasse ausblenden. AHV, BVG und Säule 3a bilden gemeinsam die Altersvorsorge. Beziehen Sie auch Freizügigkeitsguthaben und mögliche Vorsorgelücken ein.

    Fehler 5: Die Einzahlung nicht an die Liquidität anpassen. Der Maximalbetrag von CHF 7'258 ist eine Obergrenze, kein zwingendes Sparziel. Wählen Sie eine Einzahlung, die langfristig tragbar ist.

    Was Sie jetzt konkret tun können

    1. Suchen Sie Ihre aktuelle 3a-Police oder den letzten Konto- beziehungsweise Depotauszug heraus.
    2. Notieren Sie aktuelle Werte, Laufzeit, jährliche Einzahlung, Fondsaufteilung, Kapitalgarantie und versicherte Leistungen.
    3. Prüfen Sie, ob Ihre Lebenssituation, Ihr Anlagehorizont und Ihre Risikofähigkeit noch zur heutigen Lösung passen.
    4. Fordern Sie vor einem Wechsel Angaben zum möglichen Übertragswert, Rückkaufswert und zu den vertraglichen Bedingungen an.
    5. Berechnen Sie Ihre gesamte Altersvorsorge mit AHV, Pensionskasse und Säule 3a, zum Beispiel über den Rentenrechner.
    6. Lassen Sie Ihre Situation in einem kostenlosen und unverbindlichen Gespräch über den Kontakt einordnen.

    Wenn Sie Ihre bestehende Lösung mit Prosperity 3a prüfen möchten, können die wählbaren Fonds, ETF-Strategien, Kapitalgarantien und Schutzleistungen anhand Ihrer Unterlagen besprochen werden. Convit Central GmbH vermittelt als gebundener Versicherungsvermittler die fondsgebundenen Vorsorge- und Lebensversicherungslösungen von Liechtenstein Life, darunter Prosperity 3a und Prosperity Plus.

    Fazit: Welche Angabe für eine verbindliche Antwort fehlt

    Ob ein Wechsel lohnt, hängt von den Kosten, der Laufzeit und dem Rückkaufswert Ihrer heutigen Lösung ab. Zusätzlich sind die gewählte Anlagestrategie, die versicherten Leistungen, der aktuelle Wert und Ihr persönlicher Anlagehorizont entscheidend. Diese Angaben lassen sich nicht seriös aus dem Alter oder dem jährlichen 3a-Betrag allein ableiten.

    Die wichtigste noch fehlende Angabe ist deshalb die vollständige aktuelle Vertrags- oder Wertübersicht Ihrer Säule 3a. Erst damit lässt sich beurteilen, ob ein Übertrag sinnvoll erscheint, welche Leistungen angepasst würden und wie die neue Lösung ausgestaltet werden könnte.

    Vereinbaren Sie jetzt ein kostenloses, unverbindliches Beratungsgespräch und bringen Sie Ihre Unterlagen mit. Über den Kontakt können Sie Ihre Zahlen einordnen lassen – kostenlos und unverbindlich.

    Quellen

    Weiterführend

    Wichtige Hinweise zu diesem Beitrag

    Die Convit Central GmbH ist gebundener Versicherungsvermittler der Liechtenstein Life Assurance AG. Wir vermitteln ausschliesslich Vorsorgelösungen dieser Gesellschaft und nehmen keinen Anbietervergleich vor.

    Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ist keine individuelle Empfehlung. Ob eine Lösung zu Ihnen passt, zeigt erst eine persönliche Analyse Ihrer Situation.

    Ihre persönliche Situation, Ihr Wohnkanton und Ihr Einkommen bestimmen die steuerliche Wirkung. Verbindliche Auskünfte erteilt Ihre kantonale Steuerverwaltung; dieser Beitrag ersetzt keine Steuerberatung.

    Fondsgebundene Lösungen unterliegen Marktrisiken. Die Wertentwicklung ist nicht garantiert, und die vergangene Wertentwicklung ist kein Indikator für die Zukunft. Kosten, Laufzeit und Rückkaufswert einer bestehenden Police prüfen Sie vor jedem Entscheid individuell.

    Fragen des Ehe-, Güter- und Erbrechts klären Sie mit Ihrer Rechtsvertretung oder Ihrem Notariat; dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung. Für Ihr Guthaben in der Pensionskasse ist Ihre Vorsorgeeinrichtung zuständig: Wir vermitteln keine Lösungen der zweiten Säule. Über Hypothek und Tragbarkeit entscheidet Ihre Bank.

    Ein Erstgespräch ist für Sie kostenlos und unverbindlich. Es besteht keine Verpflichtung und kein Kaufzwang.

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    Convit Central GmbH ist gebundener Versicherungsvermittler der Liechtenstein Life Assurance AG und wird im Vermittlungsfall vom Versicherer durch eine Provision vergütet. Für Sie entstehen keine zusätzlichen Kosten.

    Portrait von Milion Mohamed, Chief Technology Officer (CTO) bei Convit
    Autor
    CTO Convit Central GmbH

    Milion Mohamed

    Chief Technology Officer (CTO)

    CTO bei Convit Central. Verantwortlich für digitale Plattform, KI-gestützte Beratung und technologische Innovation in der Vorsorge.

    2+ Jahre ErfahrungSprachen: 5Mehr über Milion

    Häufige Fragen

    Kann ich meine Säule 3a jederzeit wechseln?
    Ein Übertrag ist grundsätzlich möglich, muss aber über die beteiligten Vorsorgeeinrichtungen abgewickelt werden. Bei einer fondsgebundenen Versicherung sind Laufzeit, Rückkaufswert und Vertragsbedingungen besonders wichtig.
    Was kostet der Wechsel einer Säule 3a?
    Die Kosten hängen vom Produkttyp und vom konkreten Vertrag ab. Bei einer Versicherung können unter anderem Rückkaufswert, Vertragsdauer und Bedingungen bei einer vorzeitigen Auflösung relevant sein. Eine allgemeingültige Gebührenzahl gibt es nicht.
    Was ist der Unterschied zwischen Übertrag und Auszahlung?
    Beim Übertrag bleibt das Guthaben in der gebundenen Vorsorge und wird direkt in eine andere zulässige 3a-Lösung transferiert. Eine Auszahlung auf ein Privatkonto ist davon zu unterscheiden und kann andere steuerliche und vorsorgerechtliche Folgen haben.
    Wie hoch ist der maximale Säule-3a-Beitrag 2026?
    Mit Anschluss an eine Pensionskasse beträgt der Maximalbetrag 2026 CHF 7'258 pro Jahr. Ohne Pensionskasse können 20 % des Nettoerwerbseinkommens, höchstens CHF 36'288, eingezahlt werden.
    Kann ich bei Prosperity 3a die Fonds wechseln?
    Bei Prosperity 3a stehen über 150 wählbare Fonds zur Verfügung. Bis zu 10 Fonds können kombiniert werden, ETF-Strategien sind wählbar und Fondswechsel sind mehrmals jährlich gebührenfrei möglich. Die Wertentwicklung bleibt marktabhängig und ist nicht garantiert.
    Welche Unterlagen brauche ich für die Prüfung?
    Hilfreich sind die Police oder der Kontoauszug, die aktuelle Wertmitteilung, Angaben zu Laufzeit und Einzahlungen, die Fondsaufteilung, eine allfällige Kapitalgarantie sowie Informationen zu Todesfallschutz und Erwerbsunfähigkeitsrente.

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