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Hypothek und Säule 3a
Hypothek indirekt amortisieren – mit der Säule 3a Steuern sparen, statt zu tilgen
Die zweite Hypothek muss innert 15 Jahren oder bis zur Pensionierung zurückbezahlt werden. Wer das Geld statt in die Tilgung in die Säule 3a einzahlt, zieht bis CHF 7'258 pro Jahr vom steuerbaren Einkommen ab, behält den Zinsabzug – und tilgt später aus dem angesparten Kapital.
Kostenlos und unverbindlich. Die Hypothek bleibt bei Ihrer Bank – wir stellen die 3a-Lösung dazu und stimmen die Verpfändung mit der Bank ab.
Was die indirekte Amortisation bringt
Steuerabzug jedes Jahr
Einzahlungen in die Säule 3a mindern das steuerbare Einkommen – 2026 bis CHF 7’258 pro Person mit Pensionskasse.
Zinsabzug bleibt
Die Hypothek wird nicht kleiner, die Schuldzinsen bleiben in voller Höhe abzugsfähig.
Kapital statt Tilgung
Das 3a-Guthaben ist an die Bank verpfändet und löst die Hypothek bei Pensionierung oder Bezug ab – zum reduzierten Kapitalbezugssteuersatz.
Familie abgesichert
In der Versicherungsvariante deckt die Police Tod und Erwerbsunfähigkeit – die Hypothek bleibt tragbar.
Rechenbeispiel 2026: direkt oder indirekt amortisieren
Ausgangslage: zweite Hypothek CHF 150'000, Rückzahlung innert 15 Jahren, Grenzsteuersatz 30 %, Hypothekarzins 2 %. Die Zahlen sind ein Beispiel; Ihre Werte hängen von Kanton, Einkommen und Bank ab.
| Pro Jahr | Direkte Amortisation | Indirekt über Säule 3a |
|---|---|---|
| Zahlung | CHF 10'000 Tilgung an die Bank | CHF 7'258 in die Säule 3a (Ehepaar: 2 × 7'258) |
| Steuerabzug der Zahlung | keiner | rund CHF 2'177 Steuerersparnis (30 % von 7'258) |
| Hypothekarzins | sinkt mit der Tilgung, Abzug sinkt mit | CHF 3'000 bleiben, voll abzugsfähig |
| Nach 15 Jahren | Hypothek um CHF 150'000 kleiner | CHF 108'870 eingezahlt plus Erträge (nicht garantiert) – tilgt die Hypothek, Kapitalbezug reduziert besteuert |
Die indirekte Variante lohnt sich, wenn der Steuervorteil und die erwartete Anlagerendite zusammen über dem Hypothekarzins liegen und die Zahlungen bis zur Pensionierung durchgehalten werden. Bei tiefen Zinsen und einem hohen Grenzsteuersatz ist der Vorsprung am grössten. Den Vergleich mit Ihren Zahlen rechnet der Rechner unten; die Details stehen im Beitrag Direkte oder indirekte Amortisation.
So läuft es ab
- Standortbestimmung: Hypothek, Amortisationspflicht, Einkommen und bestehende 3a-Lösungen – daraus die Höhe der jährlichen Einzahlung (bis zum Maximalbetrag).
- 3a-Lösung wählen: Konto, Fondslösung oder fondsgebundene Vorsorgeversicherung mit Risikoschutz. Convit ist gebundener Versicherungsvermittler der Liechtenstein Life Assurance AG und vermittelt deren Säule-3a-Lösung Prosperity 3a.
- Verpfändung: Die Bank nimmt das 3a-Guthaben als Sicherheit; die Amortisationspflicht gilt damit als erfüllt. Wir bereiten die Unterlagen für Ihre Bank vor.
- Jährlich prüfen: Einzahlung, Steuerabzug und Wertentwicklung – und bei Pensionierung oder Vorbezug die Tilgung staffeln, damit die Kapitalbezugssteuer tief bleibt.
Wann Sie es nicht tun sollten
- Wenn die Tragbarkeit ohnehin knapp ist – die Zinslast bleibt bei der indirekten Variante bestehen.
- Wenn Sie bei Kursschwankungen nicht ruhig bleiben können; dann eher 3a-Konto oder eine Mischstrategie.
- Wenn Sie das 3a-Guthaben in wenigen Jahren für den Hauskauf vorbeziehen wollen – dazu der Beitrag Wohneigentum mit 3a-Vorbezug.
Rechner: direkt oder indirekt mit Ihren Zahlen
Liegenschaftswert, Hypothek, jährliche Einzahlung und Laufzeit eingeben – der Rechner zeigt den Unterschied zwischen Tilgung und 3a-Einzahlung. Die Fondsrendite ist eine Annahme, keine Zusage.
Häufige Fragen zur indirekten Amortisation
Was ist die indirekte Amortisation?
Statt die zweite Hypothek direkt zurückzuzahlen, zahlen Sie den Betrag in die Säule 3a ein und verpfänden das Guthaben der Bank. Die Hypothek bleibt gleich hoch, die Einzahlungen sind steuerlich abzugsfähig, und das Guthaben löst die Hypothek später ab.
Wie viel darf ich 2026 in die Säule 3a einzahlen?
Mit Pensionskasse bis CHF 7’258 pro Jahr und Person, ohne Pensionskasse 20 % des Erwerbseinkommens bis CHF 36’288. Ein Ehepaar mit zwei Erwerbseinkommen kann zweimal einzahlen.
Muss ich meine Hypothek überhaupt amortisieren?
Die erste Hypothek (bis rund zwei Drittel des Verkehrswerts) muss nicht amortisiert werden. Die zweite Hypothek ist innert 15 Jahren oder bis zur Pensionierung zurückzuzahlen – direkt oder indirekt über verpfändete Vorsorgegelder.
Verpfändung oder Vorbezug – was ist besser?
Bei der Verpfändung bleibt das 3a-Guthaben investiert und steuerlich abzugsfähig; die Bank hat es als Sicherheit. Beim Vorbezug wird das Kapital ausbezahlt und sofort besteuert – sinnvoll vor allem für das Eigenkapital beim Kauf. Für die Amortisation ist die Verpfändung in der Regel die bessere Wahl.
Was passiert bei Tod oder Erwerbsunfähigkeit?
Bei einer fondsgebundenen 3a-Versicherung sind Todesfall und – je nach Vertrag – Erwerbsunfähigkeit versichert. Die Hypothek kann dann ganz oder teilweise zurückbezahlt werden, und die Prämienzahlung läuft bei Erwerbsunfähigkeit weiter. Bei 3a-Konto und Fondslösung gibt es diesen Schutz nicht.
Lohnt sich die indirekte Amortisation bei tiefen Hypothekarzinsen?
Gerade dann: Je tiefer der Zins auf der stehen bleibenden Hypothek und je höher der Grenzsteuersatz, desto grösser ist der Vorteil gegenüber der direkten Tilgung. Steigen die Zinsen deutlich, kann eine Mischstrategie sinnvoll sein – das prüfen wir jährlich mit Ihnen.
Vermittelt Convit auch die Hypothek?
Nein. Convit ist gebundener Versicherungsvermittler der Liechtenstein Life Assurance AG und stellt die Säule-3a-Lösung. Die Hypothek bleibt bei Ihrer Bank; die Verpfändung stimmen wir mit ihr ab.
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