Vorsorge

    Vorsorgelücke berechnen – So ermitteln Sie Ihre Rentenlücke

    Die meisten Schweizerinnen und Schweizer überschätzen ihre Rente. So finden Sie heraus, ob Ihr Einkommen im Alter reicht.

    Convit Redaktion
    2. April 2026
    6 Min. Lesezeit

    Was ist die Vorsorgelücke?

    Die Vorsorgelücke ist die Differenz zwischen Ihrem heutigen Einkommen und der Rente, die Sie im Alter aus den drei Säulen erhalten. Als Faustregel gilt: Um den gewohnten Lebensstandard zu halten, benötigen Sie im Ruhestand etwa 80 % Ihres letzten Nettoeinkommens. Die AHV und die Pensionskasse decken zusammen jedoch oft nur 50–60 % ab.

    Die entstehende Lücke von 20–30 % muss durch private Vorsorge (Säule 3a, freies Sparen, Immobilien) geschlossen werden. Je früher Sie diese Lücke kennen, desto besser können Sie gegensteuern.

    Die drei Säulen der Schweizer Vorsorge

    Um Ihre Vorsorgelücke zu berechnen, müssen Sie die erwarteten Leistungen aller drei Säulen zusammenzählen:

    Erste Säule: AHV (Alters- und Hinterlassenenversicherung)

    Die maximale AHV-Rente beträgt 2026 CHF 2'450 pro Monat für Einzelpersonen (CHF 29'400 pro Jahr). Ehepaare erhalten maximal 150 % davon, also CHF 3'675. Voraussetzung für die Maximalrente: lückenlose Beitragsjahre ab dem 20. Altersjahr und ein durchschnittliches Jahreseinkommen von mindestens CHF 88'200.

    Zweite Säule: Pensionskasse (BVG)

    Die BVG-Rente hängt von Ihrem angesammelten Altersguthaben und dem Umwandlungssatz ab. Ein Guthaben von CHF 500'000 bei einem Umwandlungssatz von 5.4 % ergibt eine jährliche Rente von CHF 27'000 (CHF 2'250/Monat). Ihren aktuellen Stand finden Sie auf dem jährlichen Vorsorgeausweis.

    Dritte Säule: Private Vorsorge (Säule 3a und freies Sparen)

    Die Säule 3a liefert kein regelmässiges Renteneinkommen, sondern wird als Kapital ausbezahlt. Haben Sie bis zur Pensionierung CHF 300'000 in der Säule 3a angespart, müssen Sie dieses Kapital über die Ruhestandsjahre aufteilen. Bei 20 Jahren Ruhestand ergibt das rund CHF 15'000 pro Jahr – ohne Berücksichtigung von Anlagerenditen.

    Rechenbeispiel: Vorsorgelücke berechnen

    Nehmen wir eine 45-jährige Angestellte mit einem Bruttoeinkommen von CHF 100'000:

    KomponenteJährlichMonatlich
    Bedarf (80 % des Netto)CHF 68'000CHF 5'667
    AHV-Rente (maximal)CHF 29'400CHF 2'450
    BVG-Rente (geschätzt)CHF 25'000CHF 2'083
    Säule 3a (aufgeteilt)CHF 7'500CHF 625
    VorsorgelückeCHF 6'100CHF 508

    In diesem Beispiel fehlen jährlich CHF 6'100, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Über 20 Ruhestandsjahre summiert sich die Lücke auf CHF 122'000 – und das ohne Berücksichtigung der Inflation.

    Typische Vorsorgelücken nach Einkommen

    • CHF 60'000 Einkommen: Lücke ca. CHF 3'000–5'000/Jahr. AHV und BVG decken einen relativ hohen Anteil.
    • CHF 100'000 Einkommen: Lücke ca. CHF 6'000–10'000/Jahr. Der überobligatorische BVG-Teil wird wichtiger.
    • CHF 150'000+ Einkommen: Lücke ca. CHF 15'000–25'000/Jahr. BVG und AHV sind gedeckelt, die Lücke wächst überproportional.

    So schliessen Sie Ihre Vorsorgelücke

    • Säule 3a maximieren: Jedes Jahr den Maximalbetrag von CHF 7'258 einzahlen und in Wertschriften anlegen.
    • Freiwillige PK-Einkäufe: Einkaufslücken nutzen und über mehrere Jahre verteilen.
    • Freies Sparen und Investieren: ETF-Sparpläne, Immobilien oder andere Anlageklassen für die Lücke, die 3a und BVG nicht füllen.
    • Teilpensionierung prüfen: Schrittweiser Übergang reduziert die Lücke und erhöht die verbleibende Vorsorge.
    • Frühzeitig beginnen: Der Zinseszinseffekt ist der mächtigste Hebel. 10 Jahre früher anfangen macht mehr aus als 10 % mehr sparen.

    Fazit

    Die Vorsorgelücke zu kennen ist der erste Schritt zur finanziellen Sicherheit im Alter. Die Berechnung ist nicht kompliziert – Sie brauchen lediglich Ihren AHV- Auszug und Ihren PK-Ausweis. Nutzen Sie einen kostenlosen Vorsorge-Check bei Convit, um Ihre persönliche Lücke zu ermitteln und einen konkreten Plan zu erhalten, wie Sie diese schliessen können.

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